Kontoauszug Einlesen mit FF_5 und anschließendes Buchen mit FEBP

  • Aus technischen Gründen (Vorsystem) müssen wir alle Kontoauszüge auf einmal einlesen, können diese aber nicht im gleichen Schritt buchen, da je nach Bank und Buchungskreis andere (nicht kompatible) Belegnummernintervalle für die Verwendungszweckinterpretation benötigt werden.


    Wir wollen daher einheitlich mit FF_5 einlesen und im Anschluß – unter Verwendung unterschiedlicher Varianten – mittels FEBP verbuchen.


    Leider markiert SAP die mit leeren Belegnummernintervallen (FF_5) eingelesenen Kontoauszüge als „interpretiert“ (FEBKO/KIPRE und FEBEP/PIPRE), wodurch dann die Interpretation bei der eigentlichen Verbuchung mit angegebenen Belegnummernintervallen (FEBP) übersprungen wird.


    Gibt es einen Weg, die Verwendungszweckinterpretation beim Einlesen zu unterdrücken, damit dies nur bei der Verbuchung erfolgt?

  • amazon
    • Offizieller Beitrag

    Hallo,


    wäre es eine Option die Kontoauszüge über FEB_FILE_HANDLING zu verarbeiten und darüber pro Buchungskreis, Hausbank und Konto-Id das entsprechende Nummernintervall zu hinterlegen?



    Mit dem "Unterdrücken" der Interpretation bereits zu Beginn könnte etwas schwieriger werden, da die Intervalle bereits beim Einlesevorgang in der FEBIP hinterlegt bzw. abgefragt werden.

  • Vielen Dank für die Idee, das wird aber wohl leider nicht gehen.


    Unser externer Dienstleister (in diesem Fall TIS) schiebt im ersten Schritt die Kontoauszüge (MT940) mehr oder weniger in Echtzeit über eine eigene Schnittstelle in eine eigene SAP Tabelle. Im zweiten Schritt, der als Job eingeplant werden kann, werden dann alle Kontoauszüge mit dem Status „neu“ mit ein und derselben Variante an ein und dasselbe Programm (default RFEBKA00) übergeben. Eine getrennte Verarbeitung oder Unterscheidung nach Buchungskreisen, Banken oder Konten ist seitens TIS nicht vorgesehen.

  • Ein externer, für TIS tätiger Consultant, hat uns ein Programm geschrieben, welches den Selektionsbildschirm der FEBP nachbildet und für die ausgewählten Kontoauszüge alle (noch nicht gebuchten) Einträge in FEBKO-KIPRE und FEBEP-PIPRE auf „noch zu interpretieren“ zurücksetzt. Im Anschluß wird dann direkt aus dem Programm heraus die RFEBKA30 für die eigentliche Interpretation und Buchung aufgerufen.


    Ist erst einmal nur ein Workaround, bis sich die Kollegen bei TIS Gedanken gemacht haben, ob man es dem Kunden nicht doch erlauben will, die Kontoauszüge zu speichern. Dann würden wir auf FEB_FILE_HANDLING umstellen.

  • Hallo Herr Jahnke,


    wir sind ebenfalls dabei, TIS für den Zahlungsverkehr und den Auszugsimport einzurichten, deshalb bin ich sehr an Ihren Erfahrungen interessiert.


    Bei uns ist jetzt das Problem aufgetreten, dass wir wegen der "einen" Variante, die uns TIS zum Einspielen von MT940 nur erlaubt, nicht zwischen Auszügen mit unterschiedlicher Belegung von Feld 86 unterscheiden können, was bei einzelnen Banken zu Problemen bei der Folgeverarbeitung (Mapping der Geschäftsvorfallscodes) führt.


    Was das bei Ihnen auch ein Thema?


    Vielen Dank für Ihre Antwort,

    Brigitte Berling

  • Hallo Frau Berling,


    wir lesen mit automatischer Erkennung für strukturierten/unstrukturierten Verwendungszweck ein, das funktioniert soweit. Wir verarbeiten aber aktuell nur Kontoauszüge von deutschen Banken automatisch und das dürfte alles strukturiert und sauber sein. Ich habe mir einmal einige MT940 von unseren Auslandsbanken angeschaut und da sieht Feld 86 in der Tat schlecht aus.


    Da müssen wir - wenn wir bei diesen Konten angekommen sind - dann abwarten, was SAP aus dem unstrukturierten Feld 86 macht.


    Das einzige, was mir hier einfällt, wäre mit User Exit FEB00004 direkt beim Einlesen des MT940 dazwischen zu gehen und z.B. auf Basis von Feld 61, Sub-Feld 6 die ersten drei Zeichen von Feld 86 mit einem eigenen GVC zu füllen, der dann ausgewertet werden kann (das Importformat müßte dann hart auf strukturiert umgestellt werden).


    Gruß

    Jens Jahnke